Es gelang dem Ensemble mit Überzeugung dem Publikum die wunderbare Welt des Tango Nuevo zu vermitteln.

 

Der Tango war seinem Ursprung nach Ausdruck verschiedenster Emotionen und Bedürfnisse, die Auswanderer aus Europa und Afrika in der Neuen Welt, auf der Suche nach Glück und besserem Leben, in ihre Art des Musizierens übertragen hatten. Heimweh, Verzweiflung, verbotene oder unglückliche Liebe, Höhen und Tiefen im Leben, Abenteuerlust – das ist nur ein Teil dessen, was sowohl damals als auch heute Menschen in allen Breitengraden empfinden und weswegen Tango als Musikgattung überall und von vielen verstanden, geliebt und gelebt wird.

Tango Nuevo ist kaum tanzbar, er hat viele Elemente neuer Musik (Einfluss von Strawinsky und Bartok), des Jazz und der argentinischen Volksmusik und verlangt vom Zuhörer hohe Konzentration. Mit voller Überzeugung, unfehlbarer musikalischer Intuition und kompositorischem Können hat Piazzolla unmissverständlich einen eigenen künstlerischen Fingerabdruck in der Musikgeschichte hinterlassen. Von seinen Werken, die sinnlich, traurig, gleichzeitig aber voll Lebenslust und Energie sind, ließen sich viele bedeutende klassische und Jazz-Musiker beeinflussen, aber auch das Maria Rainer Konzertpublikum im höchsten Maße begeistern.

Mit diesem Eröffnungskonzert ist es unseren Maria Rainer Künstlern gelungen, die musikalische Vielfalt, die sie durch ihre Musik zum Ausdruck bringen, in die Herzen der Konzertbesucher zu übertragen.